Olga der Marienkäfer

Es war einmal ein Marienkäfer, Olga hieß er, und
er hatte in seinem Leben wirklich schon viel erlebt.
Olga wohnte mit ihren Geschwistern in einem schönem
Haus am Rande der Stadt.
Sie waren eine glückliche Familie,
doch eines Tages wurde Mama Marienkäfer sehr krank.
Sie war am Meer, spielte dort im flachen Wasser,
passte einen Moment nicht auf und wurde
von einem Krebs gebissen.
Oh, das war schlimm, denn Mama Marieni hat sich
leider nicht wieder erholt und starb an den Folgen des Bisses.

Eine neue Zeit begann, in der Familie Marieni enger zusammen rückte.
Olga war sehr traurig über den Verlust, genau wie Papa Marieni
und ihre Geschwister. Doch Olga traf es besonders schlimm,
war sie doch die Jüngste in der Familie.
Sie war so traurig, dass sie überlegte wie sie ihrer Mama
wieder näher sein kann.

Glücklicherweise hatte sie ihren Papa und ihre Geschwister.
Hugo, ihr ältester Bruder, hat sich besonders lieb um sie gekümmert,
was es ihr, ihrer ganzen Familie, etwas leichter machte und
so gingen sie gemeinsam ihren Weg.
Aber eins war anders geworden.
Olga wollte kein Kind mehr sein.
Sicher spielte sie wie die anderen Marienkäfer auf
der grünen Wiese, tollte zwischen Sträuchern und Blättern,
aber ihr Spiel war ein anderes, oft sehr
gefährliches Spiel.

Die Jahre vergingen, und was soll ich euch sagen.
Olga war sehr fleißig in der Schule, eine der Besten.
So kam es, dass Olga schneller als alle Anderen mit der Schule
fertig war.

Eines Tages dann, Olga war schon fast erwachsen,
eine kleine Marieni-Dame und sie hatte wundervolle Punkte.
Viele Marieni-Jungs mochten Olga sehr gerne und
viele ihrer Freundinnen hatten schon einen Marieni-Freund
nur Olga nicht.

Eines Tages lernte sie dann Karl kennen.
Karl war ein lieber Marieni-Mann mit wunderhübschen Punkten,
doch Anfangs dachte Olga nichtmal daran das es ihr Marieni-Mann werden könne.
Es verging einige Zeit und Olga und Karl haben viel zusammen unternommen.
Ich weiß nicht mehr genau wie es geschah, aber eines Tages war es anders als sonst. Es war tatsächlich geschehen. Die beiden waren ein Paar und waren
sehr glücklich zusammen und der Tag kam an dem Olga Karl sagte.
Wir bekommen ein Marieni-Baby.
Olga war zwar noch eine junge Marieni-Dame, aber beide waren sehr glücklich.

Dann passierte etwas sehr schlimmes.
Karl war grad auf dem Weg zu Olga, da passierte es.
Auf seinen Weg zu ihr musste er immer über einen Baumstamm laufen.
Der lag schon ewig an dieser Stelle und verband Olgas Haus mit dem von Karl.
Karl lief wie immer über den Baumstamm und plötzlich passierte es.
Der Stamm begann zu rutschen und zog Karl mit in den Abgrund herab.
Das war sehr schlimm, ist immer schlimm, wenn ein Marieni stirbt,
aber für Olga war es besonders schlimm.
Wieder verlor sie einen Menschen den sie sehr lieb hatte,
fühlte sich wieder allein und verlassen.

Es begann eine neue Zeit.
Die Zeit des Trauers.
Olga konnte es nicht verstehn.
Warum ich, warum immer ich, doch sie hatte keine
Zeit auszuruhn.Olga bekam ein Baby und ich sag euch, das
ist keine Kleinigkeit und schon gar nicht, wenn man so allein und traurig ist.
Ihr Glück war ihre liebe Familie, ihr lieber Bruder Hugo.
Sie halfen ihr wo sie konnten, aber es war nicht leicht.
Olga verschloss sich und ließ niemanden richtig an sich ran.
Der Tag kam schließlich als Marco,ihr Sohn, das Licht der Welt erblickte.
Er war ein richtig süßer Marieni, hatte ebenso hübsche Punkte wie seine Eltern.
Olga konzentrierte sich auf ihr Kind, lebte auf ihrer kleinen grünen Wiese.
Sie war sehr traurig, musste oft weinen und wusste keinen Rat.
So jagte ein Tag den nächsten, ohne dass Olga im Inneren voran kam.

Eines Tages, es war ein schöner sonniger Frühlingstag, ging Olga
mit Marco spazieren und kam an einen Fluss.
Sie setzte sich auf einen Stein und träumte.
Irgendwann bemerkte sie zwei Marinies auf der anderen Seite des Flusses.
Es war ein Papa-Marieni mit seinem Jungen und sie winkte zu ihnen herüber.
Der große Marieni winkte zurück und sie begannen ein wenig zu plaudern.
Die beiden hießen Hans und Hänschen, und wie sich bald heraus stellte
waren die beiden auch allein und so kam es wie es kommen musste.
Olga und Hans begannen sich zu unterhalten, anfangs über dies und das,
aber Tag für Tag kamen sich die beiden näher.

Olga und Hans trafen sich jetzt jeden Tag am Fluss, sie auf der einen
und er auf der anderen Seite des Ufers und sie verbrachten Stunden mit Gesprächen ohne sich richtig sehen zu können.
Olga wusste nicht warum, aber sie konnte Hans alles sagen, über alles reden
und sie merkte bald wie gern sie Hans hat.

Das war der Zeitpunkt für neue Gefühle.
Einerseits fühlte sie sich zu Hans hingezogen, wollte seine prächtigen Punkte aus der Nähe sehen, anderseits bekam sie ein schlechtes Gewissen Karl
gegenüber, den sie doch immer noch sehr lieb hatte.
Aber Hans war so lieb und Olga fühlte sich so wohl, wenn sie bei ihm war.
Er zeigte soviel Verständnis und das konnte nicht nur daran liegen, dass Olga so eine hübsche Marieni-Dame war.
Die beiden hatten schon öfter überlegt wie sie zueinander kommen konnten um sich etwas besser kennen zu lernen, aber der Weg zur nächsten Brücke war weit,
und Olgas Gefühlswelt mehr als aus den Fugen geraten.
Die Gefühle die Hans in ihr weckte erschreckten sie teilweise.
Konnte es angehn,darf ich es zulassen.

Wieder schoßen tausende von Gedanken durch ihren Kopf.
Ist es richtig,
darf ich es zulassen,
wie wird es weitergehn,
wird Karl mich verstehn?
Sie hat mit Hans sehr viel geträumt, von einer besseren, gemeinsamen Wiese
und wahrscheinlich machte ihr das jetzt Angst.
Hans möchte Olga immer noch gerne sehen aber Olga hat Angst.
Zieht sie sich jetzt wieder auf ihr kleines Blatt zurück?
Was wird sie tun und was wird Hans tun.
Sie hat soviel Angst vor dem Treffen mit Hans, aber was wird denn passieren.
Hans ist ein großer nicht dummer Käfer und wird sicher
nichts tun.
Ich habe Hans gesehn,man trifft ihn jeden Tag.
Er steht dort am Flussufer und hält Ausschau.
Ich habe selten einen so geduldigen Käfer gesehn und bin mir sicher, wenn er eine Marieni-Frau hätte, würde er alles für sie tun.
Ob Olga und Hans füreinander bestimmt sind?
Wer weiß es schon.
Ich denke, wenn die Beiden sich nicht auf einem Blatt treffen,
werden sie es nie erfahren.
Sie können beide nur gewinnen.
Als erstes einen Freund, und wer weiß es schon genau,vieleicht eines
Tages den Käfer fürs Leben.
Eins weiß ich gewiss,denn ich kenne Hans recht gut.
Egal wie Olga sich endscheidet,er wird ihr als großer Käfer zur Seite stehn,
sie nicht bedrängen,denn wie schon gesagt.
Hans ist kein dummer Käfer.Er weiß das Olga ihre Zeit braucht.

Bis hierhin lässt sich die Geschichte nicht mehr ändern.
Wie sie weitergeht, können nur Olga und Hans bestimmen.
Was würdest Du Olga und Hans raten?

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